Thrombozytämie und Thrombopenie, das Sonderprogramm der Milz

Frage

Hallo, Nicolas Barro hatte im Webinar über Blut auch auf meine Frage geantwortet, was es mit der essentiellen Thrombozytämie auf sich hat. Könnte ich nochmal eine kurze Erklärung dazu haben? Ich hatte es nicht ganz verstanden. Und was ist mit "Verletzungskonflikt" gemeint? Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen Marion Ruhland.

Antwort

Hallo,


bei Thrombozytämie, wo die Anzahl der Thrombozyten, der Blutplättchen erhöht ist, sowie auch beim Gegenteil davon, der Thrombopenie, wo die Anzahl der Thrombozyten reduziert ist, betrifft das Sonderprogramm der Milz. Die Milz ist quasi umgebauter Lymphknoten und u.a. für die Blutgerinnung zuständig.
Gesteuert aus dem Marklager wird es dem Gewebe des Neumesoderms zugeordnet und zeigt auch deren Verhalten im Verlauf eines Sonderprogramms.

Konfliktthematisch geht es um den Selbstwert in Bezug auf das Blut „Mein Blut taugt nichts“, „mit meinem Blut ist etwas nicht in Ordnung“, auch „ich bin verletzt“ (wenn ich blute).Von daher auch der Begriff „Verletzungs-/Blutungs“-Konflikt.
In aktiver Phase sorgt das Sonderprogramm der Milz dafür, dass die Blutplättchen aus den Blutbahnen weniger werden und verschwinden. In freier Natur startet das Sonderprogramm nur bei echter Verletzung mit offener Wunde. Dabei besteht der biologische Sinn, nach der Verletzung etwas auszubluten, um Schmutz und ähnliches aus dem Bereich der Wundstelle wieder rauszubekommen. Nur der Mensch mit seiner Fähigkeit zu empfinden und interpretieren ist imstande, die Sonderprogramme zu aktivieren und auch wieder zu lösen, ohne dass nun eine echte biologisch-bedrohliche Situation vorliegt.

Nach Lösung der Situation, wenn in der Gefühlsebene das „Blut wieder als in Ordnung“ empfunden wird, kommt es in der konfliktgelösten Phase, PCL, zu einer starken Vermehrung der Thrombozyten, den Blutplättchen, der Thrombozytämie. In dieser Zeit kommt es zu einer Schwellung der Milz. Diese Schwellung kann unter Umständen zusammen mit einem zweiten Sonderprogramm, jenem der Nierensammelrohrprogramm in aktiver Phase, aufgrund der vermehrten Wassereinlagerung noch größer ausfallen kann, als dies bei normalem Verlauf des Sonderprogramms der Milz der Fall wäre.
Die Anzahl der Blutplättchen normalisiert sich später wieder.
Grundsätzlich beträgt die Reifezeit ein paar Tage und das Alter etwa 5 bis 12 Tage.

Wenn nun eine stark erhöhte Anzahl über einen sehr langen Zeitraum, quasi dauerhaft, besteht, so kann dies als essentielle Thrombopenie diagnostiziert werden. Hierbei wird das Sonderprogramm immer wieder für kurze Zeit aktiviert und wieder gelöst. D.h. die Person rezidiviert mit der Konfliktsituation und hält sich durch rasch nacheinander folgenden PCL-Phasen mit der gesteigerten Produktion der Blutplättchen die Anzahl hoch.


Was sind die fünf biologischen Naturgesetzen:

Im Modell der 5 biologischen Naturgesetze können nun Symptome, spür- und sichtbare Körperreaktionen, sehr genau bestimmten Phasenabschnitten im Verlauf von einem oder mehreren der sogenannten "biologischen Sonderprogramme" von unseren Organteilen zugeordnet werden.

Die 5 biologischen Naturgesetze stellen eine einfache Beschreibung dar über die Funktionsweise unseres Körpers und seiner Reaktionen: Der Organismus passt sich an eine neue und veränderte Lebenssituation an.

Diese Anpassung geschieht mit Hilfe von ererbten, angelernten Strategien, welche im Laufe der Entwicklungsgeschichte in voran gegangenen Situationen erfolgreich waren.

Diese Strategien werden heute als Biologische Sonderprogramme bezeichnet.

Hierbei können zwei Phasenabschnitte beobachtet werden; jeweils zeitlich und auch symptomatisch abgrenzbar: In einem ersten Teil eine konfliktaktive Phase sowie, falls es zu einer Lösung der Situation kommt, in einem zweiten Teil eine konfliktgelöste Phase. Der Verlauf eines Sonderprogramms mit seinen zwei Phasenabschnitten kann nun sehr wohl, aufgrund der unveränderten Lebenssituationen, wiederholt mit Aktivierung und Lösung und neuerlichen Aktivierung und wieder Lösung und weiterer Aktivierung usw. stattfinden. Je nach der jeweiligen Zeitdauer von wechselnder konfliktaktiver und konfliktgelöster Phase erfolgt dann auch der jeweilige Gewebszellumbau und ergibt ein entsprechendes Zustandsbild des betreffenden Organbereichs.

Das Ziel eines Sonderprogramms im ersten Phasenabschnitt ist stets, biologisch mit Hilfe der ablaufenden Veränderungen die neuen und besonderen Lebensumstände zu überwinden oder sich daran anzupassen. Bereits das Verstehen des Systems, “was genau geht nun gerade vor sich”, kann zu einem eigenen leichteren und entspannteren Umgang mit manch heftiger Körperreaktion führen und Folgeaktivierungen vermeiden.


Aus der physiologischen Funktion von einem Gewebebereich eines Organs ergibt sich nun das jeweilige konkrete, konfliktiv empfundene Thema.

Wir sind nun imstande, jene Zustände, welche wir früher als Krankheiten bezeichnet haben, mit anderen Augen betrachten zu dürfen. Oft genug war dies verbunden mit Angst und Schrecken. Wir können nun beginnen unseren eigenen Körper neu zu betrachten und zu lieben. Seine Reaktionen, auch wenn sie noch so plötzlich auftreten, beginnen ihre Schrecken zu verlieren.

Mit der Kenntnis und dem Verständnis für die Vorgänge im eigenen Organismus wächst auch das Verstehen lernen der jeweiligen individuellen Lebenswelt von anderen Mitmenschen.
Möge dabei mit Achtung und Respekt diesen jeweils sehr persönlichen Lebensgeschichten begegnet werden, so wie der eigenen Lebenssituation durch andere begegnet werden möge.


Quellen:
Seminare bei Nicolas Barro.
Ursula Stoll „Die Sprache der Haut“.

Zur Einführung: Simona Cella, Marco Pfister, „Krankheit ist etwas anderes“, Einführungsbüchlein zu den fünf biologischen Naturgesetze des ital. Studienverbandes A.L.B.A. (heute: Ass. Saluta Aktiva Onlus)


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