"Kreuzschmerzen" im Lendenwirbelbereich

Frage

Können Sie mir sagen was sich hinter den tüpischen Kreüzschmerzen( Lendenbereich) verbirgt? Danke

Antwort


 
Hallo,


die Lendenwirbelsäule und ihre umgebende Struktur ist dazu da, den Oberkörper aufgerichtet durch das Leben zu tragen. Die Sonderprogramme vom Lendenwirbelsäulenbereich sind entstanden in jener Zeit, als der Vor-Vorfahre begann, sich aus der kriechenden Position aufzurichten. Für den vierbeinigen Vorfahren waren eines Tages Bewegung und Flexibilität in aufgerichteter Position verlangt, um Aufgaben erfüllen zu können für das Überleben in freier Natur.


Thematisch handelt es sich demnach um Situationen, wo im eigenen Empfinden der Lendenwirbel-Bereich den Oberkörper nicht mehr gut aufgerichtet und beweglich durch das Leben tragen kann:
Im Empfinden das Gefühl, „sich unfähig fühlen, es gelingt nicht, das Leben auf die Reihe zu bekommen“, in einem bestimmten Lebensbereich, in der eigenen Rolle gegenüber einer Bezugsperson, etwa als Sohn/als Tochter gegenüber einem Elternteil; als Angestellte/r gegenüber dem Vorgesetzten; als Lebenspartner/in gegenüber dem/der Lebenspartner/in; als Schwiegertochter gegenüber der Schwiegermutter u.a.m.

Das Sonderprogramm der Wirbelkörper wird hierbei bei intensiv-stärkstem Empfinden des Konfliktes aktiviert; die Sonderprogramme der anderen Gewebsbereiche im Verhältnis zur Knochenstruktur, etwa jenes der Bandscheibe, bei wesentlich leichteren konfliktiven Empfindungen aktiviert.
Das weitere Thema hierbei ist der für dieses Gewebe als typischer Folge-Konflikt, "Lokalkonflikt", aufgrund des bestehenden Schmerzes bzw. Beeinträchtigung selbst, mit diesem Körperteil nicht mehr gut zu können, Nicht-mehr-genügend-leistungsfähig-zu-sein. Hierbei muss der ursprüngliche Konflikt kein Thema mehr sein; aufgrund der vorhandenen Symptome einer konfliktgelösten Phase kann aber laufend das Sonderprogramm neu aktiviert und wieder gelöst werden.

Im Modell der 5 biologischen Naturgesetze können nun Symptome, spür- und sichtbare Körperreaktionen, sehr genau bestimmten Phasenabschnitten im Verlauf von einem oder mehreren der sogenannten "biologischen Sonderprogramme" zugeordnet werden.

Die 5 biologischen Naturgesetze stellen eine einfache, technische Beschreibung dar über die Funktionsweise unseres Körpers und von Körperreaktionen:

Das Zusammenwirken von Organ, Psyche und Gehirn als geregelter Mechanismus zur Anpassung an veränderte Lebenssituationen sowie als Reparaturmechanismus nach Lösung der Situation. Das Ziel ist hierbei stets, sich selbst biologisch an eine neue und veränderte Lebenssituation anzupassen, um diese Situation bewältigen zu können.
Das Ziel ist hierbei stets, sich selbst biologisch an eine neue und veränderte Lebenssituation anzupassen, um diese Situation bewältigen zu können.
Diese Anpassung geschieht mit Hilfe von uralten, ererbten und angelernten Strategien, welche im Laufe der Entwicklungsgeschichte in vielen voran gegangenen Situationen erfolgreich waren.

Diese Strategien werden heute als Biologische Sonderprogramme bezeichnet.

Hierbei können zwei Phasenabschnitte beobachtet werden; jeweils zeitlich und auch symptomatisch abgrenzbar: In einem ersten Teil eine konfliktaktive Phase sowie, falls es zu einer Lösung der Situation kommt, in einem zweiten Teil eine konfliktgelöste Phase.

Der Verlauf eines Sonderprogramms mit seinen zwei Phasenabschnitten kann nun sehr wohl, aufgrund der unveränderten Lebenssituationen, wiederholt mit Aktivierung und Lösung und neuerlicher Aktivierung und wieder Lösung und weiterer Aktivierung usw. stattfinden. Jedes Sonderprogramm kann damit einem sehr dynamischen und zeitlich raschem Wechsel von Aktivierung und Lösung unterliegen. Je nach der jeweiligen Zeitdauer von wechselnder konfliktaktiver und konfliktgelöster Phase erfolgt dann auch der jeweilige Gewebszellumbau und ergibt ein entsprechendes Zustandsbild des Gewebes vom betreffenden Organbereich.

Das Ziel eines Sonderprogramms im ersten Phasenabschnitt ist stets, biologisch mit Hilfe der ablaufenden Veränderungen die neuen und besonderen Lebensumstände zu überwinden oder sich daran anzupassen. Bereits das Verstehen des Systems, “was genau geht nun gerade vor sich”, kann zu einem eigenen leichteren und entspannteren Umgang mit manch heftiger Körperreaktion führen und Folge-Aktivierungen von weiteren Sonderprogrammen aufgrund des bestehenden Körperproblems vermeiden.

Das jeweilige konkrete, konfliktiv empfundene Thema ergibt sich aus der physiologischen Funktion von einem Gewebebereich eines Organs.


Der Halte-, Bewege- und Stützapparat des Wirbelsäulenbereiches mit Knochen, Knorpel, quergestreifter Muskulatur, Bänder, Bandscheiben, usw.  gehört, in der Einteilung der Gewebearten nach dem Schema bekannt aus der Embryologie, zum Mittleren Keimblatt, dem Mesoderm, und wird gesteuert aus dem Marklager im Neuhirn. Die Hirnsteuerung der quergestreifte Muskulatur ist unterteilt in die Ernährung, die Trophik, der Muskulatur aus dem Marklager und die motorische Steuerung, die Innervation, aus dem Großhirnrindenfeld.
Vereinfacht wird diese Gewebsart nun als Neu-Mesoderm bezeichnet.

Für die Aufrechterhaltung der Stabilität des gesamten Halte-, Bewegungs- und Stützapparates erfolgt ein steter Gewebsumbau mit Zellauf- und abbau. So wird der Knochenbau gesamt in etwa sieben Jahren vollständig umgebaut. Die Knochen selbst sind somit nie älter ald sieben Jahre, egal welches Alter eine Person nun selbst hat. Die Anpassung erfolgt hier stets nach der stärksten Beanspruchung und Belastung.

Kommt es zu einer Aktivierung eines Programms als Folge eines konfliktiven Erlebnismomentes,  einem sogenannten DHS, Dirk-Hamer-Syndrom, mit dem grundsätzlichen Thema des „Nicht-genügend-leistungsfähig-zu-sein“, so wird dieser Prozess des Gewebsumbaus reduziert: Die Versorgung der Zellen stoppt. Durch die Unterversorgung erfolgt ein langsam voranschreitender Gewebszellabbau, welcher mit der Zeit auf bildgebenden Verfahren sichtbar werden kann („Knochen-Osteolysen“ , „Muskelschwund“).


Zum Auftreten von Schmerzen ist nun zu unterscheiden, ob diese Schmerzen in konfliktaktiver Phase oder aber in konfliktgelöster Phase von einem Sonderprogramm auftreten:

Hier stellt sich die Frage, ob der Schmerz permanent besteht oder nur in bestimmten Bewegungen oder Positionen auftritt:
Besteht dieser permanent, dann geht es in Richtung Knochen, Schwellung in konfliktgelöster Phase.
Wenn der Schmerz nur in einer bestimmten Haltung auftritt, dann kommen hier aktive Phase der Bandscheibe als auch vom Knochen mit erfolgtem Gewebsabbau in Betracht.
Wenn es in einer bestimmten Belastungssituation ist, dann wird dies eher auf Schwellung in konfliktgelöster Phase des Sonderprogramms vom Knorpel oder Muskulatur oder Sehnen, Bänder zurück zu führen sein.

In konfliktaktiver Phase, wenn dieser Gewebszellabbau bereits stark ausgeprägt ist, kann es aufgrund dieses Gewebsabbaus zum Auftreten von eigenen Symptomatiken kommen; u.a. zu einem „echten“ Bandscheibenvorfall - siehe dazu die Beschreibung zu "Bandscheibenvorfall"
Kommt es in einer bestimmten Haltung zum Zusammenstoß von harten Strukturteilen und etwaiger Einklemmung eines Nervs, so ist dies aktive Phase („Hexenschuss“). Ein solches Zusammenstoßen von Wirbelkörperteilen und Nerveinklemmung ist z.B. nur möglich, wenn die dazwischen liegende Bandscheibe aufgrund bestehender konfliktaktiver Phase ihres Sonderprogramms nicht mehr vollständig erhalten ist.


Wenn durch Änderung der Lebenssituation oder aber durch Entwickeln einer neuen Sichtweise eine Lösung der Konfliktsituation erfolgt sowie der Beginn der konfliktgelösten Phase, so beginnt im betreffenden Organbereich ein Reparaturprozess. Unter Umständen tritt hierbei ein Aufschwellungsprozess auf, welcher auch schmerzhaft sein kann. Dieser Schwellungsprozess kann sowohl in der Wirbelknochen-Struktur auftreten (Dehnung der Knochenhaut), genauso wie bei der Muskulatur.
Schmerz kann aber auch auftreten, wenn durch einen solchen Schwellungsprozess benachbarte Strukturen beeinträchtigt werden; wo es unter Umständen zu einer Nerveinklemmung kommt.


Erfolgt in dieser Zeit der konfliktgelösten Phase nun kein neues Konfliktrezidiv, so hat dieser Zeitabschnitt eine begrenzte Zeitdauer: Für die betroffene Person gilt es nun, diese Phase gut und in einigermaßen annehmbaren und angenehmen Zustand zu überstehen.


Aufgrund eines vorhandenen Schmerzes, egal ob dieser nun aus einer aktiven Phase oder einer konfliktgelösten Phase stammt, aktiviert mensch in Folge aber gerne weitere Sonderprogramme von anderen Gewebsbereichen.

Durch Schmerz macht man Verspannungen. Die Muskulatur geht wegen der Schmerzen in „Schonhaltung“ und wird fest, hart. Diese Art der Verhärtung geht auf die glatten Muskulaturanteile der Muskelfaszien zurück und hat den Sinn, den darunterliegenden Abschnitt in seiner Reparaturphase zu stabilisieren und schonen.
Durch die Schwellungsprozesse sowie Verspannungen kann es zu Fehlstellungen durch Verschiebungen kommen, also Wirbelverdrehungen, so dass sie nicht mehr ganz genau aufeinander sind und dadurch selber Schmerz erzeugen.
Die glatten Muskulaturanteile der Faszie erhalten diese Verspannung. Erst durch Entspannung kommt man wieder heraus.
In der Muskelfaszie sind Fasern von glatter Muskulatur, welche einen Grundtonus machen. Dies kann über  Tage oder Wochen verhärtet sein, obwohl der vorangegangene Reparaturprozess längst abgeschlossen ist.
Die Kontraktion der Faszie stellt ja keine Entzündung dar, sondern ist nur einfach stark angezogen und lässt sich gut lockern.
Wenn ein Muskel entzündet ist, dann wird nicht toleriert, dass da rumgedrückt wird: die Behandlung selbst schmerzt. Wenn eine Massage wieder möglich ist; wenn man es zulässt; dann ist es meist deswegen, dass nur mehr die Verkrampfung der Faszien besteht.

Ein weiteres „beliebtes“ Sonderprogramm, welches nun hier Schmerzen auslösen kann, ist jenes der Nierensammelrohre mit einem Alleingelassenseins-/Existenz-/Flüchtlingskonflikt. Bei Aktivierung dieses Sonderprogramms kommt es zu einer Steigerung der physiologischen Funktion mit verstärkter Wasserrückresorption im Nieren-Harntrakt. Dieses vermehrt zurück resorptierte Wasser wird nun besonders gerne dort eingelagert, wo aufgrund einer konfliktgelösten Phase PCL-A gerade vermehrte Wasseranziehung besteht. Dieses vermehrt eingelagerte Wasser kann nun u.a. auch im Lendenwirbelbereich zu einem weit größeren Schwellungsausmaß führen, als dies unter normalen Umständen von dem dort ablaufenden Sonderprogramm der Fall wäre.

Diese Wassereinlagerung aufgrund von aktivem Nierensammelrohrprogramm stellt für den Therapiebereich eine eigene Herausforderung dar und ist an anderen Stellen gut beschrieben: Hier gilt es dem Patienten das Gefühl, das Empfinden zu vermitteln, sich absolut sicher, wohlbehütet und geborgen zu fühlen, wie „bei Mama zu Hause“ - und manches störende Symptom, vor allem starke Schmerzen, verschwinden rasch wie von selbst.


Zum Begriff "typisch": Schmerz im Lendenwirbelbereich kommt zwar häufig vor, muss nun aber nicht von vielen als „typisch“ angesehen werden.
Für eine andere betroffene Person können weitere schmerzende Stellen am Rücken als typisch gelten, so im Brustwirbelsäulenbereich genauso wie im Kreuzbein- und Beckenbereich mit Iliosakralgelenk oder aber auch im Nierenbeckenbereich.
So werden als typisch eher jene Stellen angesehen, mit denen man gerade häufiger konfrontiert ist: Sowohl wegen eigener schmerzender Stellen als auch bei beobachteten schmerzenden Stellen von ein paar Personen aus dem nahen Umfeld.
Was nun für eine Person als „typischer“ Schmerz angesehen wird, kann für eine andere Person sich gänzlich anders darstellen: sowohl in Bezug auf die Örtlichkeit als auch auf die Art des Schmerzes selbst.


Für den Umgang mit den Schmerzen in pcl-Phase ergeben sich aus dem obigen Wissen Ansätze:
Im Bewusstsein und in der Gewissheit, sich in Heilungsphase/Reparaturphase/pcl-Phase zu befinden; somit in einem symptomatisch spürbaren aber zeitlich von vorneherein begrenzten Zeitraum; ergeben sich Möglichkeiten (aus  Erfahrungen inkl. jener der Verfasserin);
eine solche Heilungs-/Reparaturphase besteht, abhängig von der Intensität sowie der Zeitdauer der aktiven Phase, für eine bestimmte Zeitdauer, welche aber nicht die gesamte Zeit als schmerzhaft erlebt und durchgestanden werden muss:
* Auflösung der Verspannung der Muskelfaszien: den "Schmerz kommen lassen", "Schmerz, welcher beginnt sich als Schmerz bemerkbar zu machen, zu zu lassen"; etwa beim Nervenschmerz (stechend) entlang des Wirbelsäulenbereichs, welcher bei Einklemmung vom Schwellungsprozess von Neumesoderm-Gewebe entsteht; sowie auch bei Auftreten von Verspannungsschmerz:
Entgegen der Erwartung, dass sich der Schmerz nun verstärken würde, kann er sich stark gegen Null hin verringern; die dabei begleitend auftretende Entspannung ist wahrnehmbar. Wenn die vorangegangene Verspannung aber kein größeres Ausmaß hatte, so muss die Verspannung selbst gar nicht wahrgenommen worden sein.
Diese Verspannung der glatten Muskulaturanteile in den Faszien, welche aus der Meidehaltung gegenüber dem erwartenden Schmerz zustandekommt, wurde vom ital. Studienverband beschrieben als "Kontraktur Antalgika". Gerade diese Verspannung kann Schmerz verursachen - welcher aufhört, wenn die Verspannung aufhört zu bestehen.
* Dehnung, Streckung sowie Drehung von Oberkörper und Arme: Wem das "Einrichten von Wirbeln"  bekannt ist, evtl. auch nur einmal beobachten konnte (ich selbst hatte dies im Rahmen einer Massageausbildung gelernt), der weiß, in welcher Art der Oberkörper mehrfach gestreckt und gedreht wird. Diese Dehnungen und Drehungen können selbst versucht werden, inwieweit sich ein verschobener Wirbel wieder von selbst in seine alte Position einrichten lässt - der Erfolg ist bemerktbar am Verschwinden des Schmerzes!
*Entspannungs- und Wohlfühlsituationen initiieren im Gefühl des eigenen "Wohlbefindens", um das Sonderprogramm der Nierensammelrohre, wenn schon nicht vermeidbar, so doch in sehr niedriger Intensität zu halten. Gerade das Sonderprogramm der Nierensammelrohre mit dem Alleingelassenseins-/Flüchtlings-/Existenzkonflikt in Situationen, wo wir uns nicht mehr im jeweils eigenen sicheren Milieu befinden, sorgt wegen der verstärkten Wasserrückresorption für Wassereinlagerung an jenen Körperstellen, wo gerade wegen einer konfliktgelösten Phase A, pcl-A-Phase, verstärkte Wasseranziehung stattfindet.
* Wenn es nicht funktioniert, so stehen die Inanspruchnahme von physikalischen Methoden sowie Einnahme von Mitteln und Medikamenten immer zur Verfügung!
Es scheint etwas schwierig zu sein und ist eher üblich und ganz normal menschlich, in Zeiten mit schmerzenden Körperstellen sowohl Verspannungen an diesen Stellen zu machen, das Nierensammelrohrprogramm zu aktivieren sowie auch lokale Konflikte der Selbstentwertung an den eh schon betroffenen Körperstellen zu machen. Weiters ist es natürlich möglich, wegen desselben Konfliktthemas umgehend wieder aktiv zu werden; oder auch die fast sichere Gewissheit zu haben, zwar zur Zeit in pcl-Phase zu sein, aber in absehbarer Zeit wieder in eine ähnliche Konfliktgeschichte zu kommen: Hier kann mit Bewusstwerdung und Änderung der Sichtweise und Lebensanschauung angesetzt werden. Aber Garantie auf Heilung gibt es keine: Mit den fünf biologischen Naturgesetzen werden die Ursachen und Verlaufsformen von Körperreaktionen beschrieben - und nicht mehr.


Quellenhinweise sowie für das weitere Studium:
Seminare bei Nicolas Barro, https://nicolasbarro.de
Claudio Trupiano "Danke Doktor Hamer".
David Münnich "Das System der 5 biologischen Naturgesetze - Band 1"



aktualisiert: 26.06.2017



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