Endometriose

Frage

Guten Tag, meine Frauenärztin hat bei mir den Verdacht auf Endometriose geäußert. Weil die Schmerzen während der Periode trotz Schmerzmittel unerträglich wurden, auch im Darm und im Kreuz, und vor allem auch nach der Periode v.a. bei Sex und bei Defäkation anhalten, und weil ich Angst vor Unfruchtbarkeit durch Verklebung der Eileiter habe, nehme ich nun Hormone. Sehen Sie eine Möglichkeit die Endometriose auch anders zu therapieren? Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort

Unter Endometriose ist das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut auch ausserhalb der Gebär-mutterhöhle gemeint. Die Schleimhautzellen sollen Geweben/Organe wie Harnleiter, Scheide, Harnblase, Lunge, Eileiter, äußere Gebärmutterwand, Bauchfell, Eierstöcke, Milz, Skelett, Gehirn, Herz sowie den Enddarm infiltrieren, wo sich Herde bilden die auch zu Verwachsungen, meist im Beckenbereich, führen.

Aus Sicht der 5BN macht unkontrolliertes Ausbreiten/Wuchern generell keinen Sinn, da jedes dieser Gewebe in der Regel eine spezifische Funktion im Körper erfüllt und bei unterschiedlichsten Gefahren- situationen ein Sonderprogramm mit exaktem Verlauf und vorhersagbaren Symptomen startet. 


Die sogenannten Ausbreitungsherde bei der am häufigsten auftretenden Form im Bauch-/Beckenraum lassen sich aber trotzdem wie folgt erklären. Nach einer vorangegangenen längeren ca-Phase der Eierstöcke (Zellminus), kann sich in der gelösten Phase beim Wiederauffüllen des Gewebes eine Zyste bilden, die nach neun Monaten ausgereift ist (Embryonalgewebe). Das SBS der Ovarien wird notwendig, wenn man ein geliebtes Lebewesen, Mensch oder Tier, durch Tod oder Weggang unerwartet verliert. Die Eierstockszyste sorgt dann dauerhaft für eine erhöhte Östrogenausschüttung, was die Frau somit fruchtbarer macht und sie obendrein einige Jahre jünger erscheinen lässt. Das dient der rascheren Fortpflanzung um den schweren Verlust schneller zu kompensieren. Hier liegt also der ursprüngliche biol. Sinn dieses SBS.


imageBei gleichzeitig aktiven Nierensammelrohren kann sich die Zyste sogar sehr groß aufpumpen. Dann kann sie bei Belastungen, zb. bei einem Sturz, viel leichter platzen und sich im Bauchraum ergießen, wo sich dann neue Zysten und Wucherungen bilden können. Deshalb findet man Endometriosen vermehrt im Beckenbereich. Diese "reagieren" dann ebenfalls auf die monatlichen Hormonschwankungen und lösen zeitgleich Symptome aus. Im ungünstigen Fall kann ein Organ mit einem benachbarten verwachsen und z.B. Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Stuhlgang auslösen. Das sind natürlich sehr unangenehme Symptome, sollten aber trotzdem nicht mit einer Bösartigkeit in Verbindung gebracht werden. Große Zellprozesse findet man aufgrund einer unbiolgisch langen Laufzeit eigentlich nur beim zivilisierte Menschen. Ein instinktiv handelndes, wildes Tier wird eine ähnliche Situation sehr rasch lösen, also viel schneller einen neuen Partner finden und Nachkommen zeugen.


Die innenliegende Gebärmutter- (Endometrium) und Eileiterschleimhaut, gesondert betrachtet, sind stammhirngesteuert und machen in ca eine Leistungssteigerung/Überfunktion und nach längerer Konfliktdauer ein Zellwachstum. Diese beiden SBSe werden notwendig, wenn das biol. Bedürfnis nach einer Schwangerschaft nicht erfüllt bzw. dieses gefährdet ist. Dies kann der Fall sein wenn man zB. Angst vor Unfruchtbarkeit hat aber auch wenn der eigene Partner eine andere Frau begehrt und somit einen nicht mehr begatten und schwängern will. In der gelösten Phase werden die überschüssigen "Gewebs-fetzten" der Gebärmutter wieder abgestoßen, der Grund für die sog. "Zwischenblutugen". Ein eventuelles Zellwachstum der Eileiter wird wieder verkäsend abgebaut. Viele Rezidive und Schienen können die Organfunktion sogar dauerhaft eingeschränken. Durch bleibendes Narbengewebe (Restzustand) und  Schwellungsprozesse kann sich der Eileiter sogar verschließen/verkleben. 


Findet man die "Wucherungen" in der glatten Muskulatur der Gebärmutter (Myome), dann läuft noch ein eigenständiges SBS. Hier geht es grob ausgedrückt um das Thema Kinderwunsch und Geburt. Myome bleiben als Restzustand bestehen, werden also in pcl nicht mehr abgebaut damit die Muskulatur dauer- haft "verstärkt" bleibt. Meist stören diese Gebilde nicht und bleiben unbemerkt, große Myome können manchmal Schmerzen und auch starke Blutungen auslösen.


Sogenannte "Menstruationsbeschwerden" sind aus Sicht der 5BN betrachtet nichts anderers als ganz individuelle (!) Sonderprogramme in verschiedenen Phasen, die durch die hormonelle Schwankung stark beeinflusst werden. Entweder startet monatlich ein SBS erneut oder es löst sich einfach wieder. Deshalb "wirken" auch zugeführte Hormone bei Zyklus-Beschwerden. Aber wie Sie bereits erkennen können, kommen immer sehr viele Gewebe und Prozesse in Frage die monatlich kleinere, manchmal auch größere weibliche "Beschwerden" verursachen.


Die 5BN sind keine "Therapie" im klassischen Sinn, sondern beschreiben den Anpassungsmechanismus des Körpers an eine Gefahrensituation mit den dazugehörigen Symptomen. Da die Symptome vor, während und nach der Periode von Frau zu Frau oft sehr unterschiedlich sind, muss man viel Geduld aufbringen und jeden Fall einzeln abklären um zu bestimmen welche Zellprozess im Körper ablaufen. Im besten Fall kann erreicht werden, dass das SBS nicht mehr oder weniger oft startet. Eine medikamentöse/ hormonelle schulmed. Therapie oder Operation werden generell nicht abgelehnt, finden aber nach einer guten 5BN-Analyse eine viel sinnvollere Anwendung. Versteht man die oben beschriebenen Vorgänge, können sich auch viele Ängste auflösen. Dann kann man die Symptome viel sachlicher "angehen" und somit leichter eine geeignete "Therapieform" für sich finden. Aber wie bereits in Ihrer Frage steht, handelt es sich im Moment nur um einen geäußerten Verdacht der Frauenärztin. Somit sollten Ihre Beschwerden noch genauer abgeklärt werden. 

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