Parodontitis, Parodontose und Zahnempfindlichkeit

Frage

Hallo, mein Zahnfleisch geht immer mehr zurück und die Zahnhälse liegen frei. Gerade an den Zahnhälsen ist das sehr unangenehm und schmerzhaft, wenn ich z.b. Zähne putze oder Zuckerhaltiges esse. Welcher Prozess läuft da ab und kann ich etwas tun? Außerdem frage ich mich, ob Süßigkeiten tatsächlich in dem Fall dem Zahn schaden und deshalb einen Schmerz auslösen, oder ob ich möglicherweise nur denke, dass es schlecht sei ("bößer Zucker") und es deshalb weh tut? ich freue mich auf eine Antwort!

Antwort


Hallo,
in manchen Fällen können an einer Körperstelle die Reaktionen von mehreren Sonderprogrammen zusammen kommen, welche dann Symptome hervorrufen. Weiters kann es einfach  aus dem Grund, weil nun nicht mehr der der eigentliche und ursprüngliche Gewebszustand besteht, zu weiteren Reaktionen und spür- bzw. sichtbaren Symptomen kommen,
Was hier jeweils nun genau vorliegt, ist dann bei jeder Person individuell abzuklären.

Ein Zahn ist gelagert mit Zahnzement im Bandapparat (Gewebe des Neumesoderm). Ein Zahn ist normalerweise locker und federt. Wenn der Bänderapparat aufgrund aktivem Sonderprogramm langsam Veränderung an der Gewebestruktur macht und sich in Folge lockert, dann wird der Zahn wackelig.
Normalerweise ist das Zahnfleisch am Zahn angeheftet.
Aber wenn der Zahn wackelt, funktioniert das nicht mehr und es bilden sich Zahntaschen. Und wenn dies weitergeht, dann kann es gerne auch zur Aktivierung des Sonderprogramms vom Kieferknochen kommen und sich auch hier die Struktur abbauen. Es wird quasi der Schacht, wo der Zahn drinnen ist, erweitert.

Das ist Parodontose.
Parodonditis ist, wenn es sich löst und entzündet.


Im Modell der 5 biologischen Naturgesetze können nun Symptome, spür- und sichtbare Körperreaktionen, sehr genau bestimmten Phasenabschnitten im Verlauf von einem oder mehreren der sogenannten "biologischen Sonderprogramme" zugeordnet werden.

Die 5 biologischen Naturgesetze stellen eine einfache, technische Beschreibung dar über die Funktionsweise unseres Körpers und von Körperreaktionen:
Das Zusammenwirken von Organ, Psyche und Gehirn als geregelter Mechanismus zur Anpassung an veränderte Lebenssituationen sowie als Reparaturmechanismus nach Lösung der Situation. Das Ziel ist hierbei stets, sich selbst biologisch an eine neue und veränderte Lebenssituation anzupassen, um diese Situation bewältigen zu können.
Diese Anpassung geschieht mit Hilfe von ererbten, angelernten Strategien, welche im Laufe der Entwicklungsgeschichte in voran gegangenen Situationen erfolgreich waren.

Diese Strategien werden heute als Biologische Sonderprogramme bezeichnet.

Hierbei können zwei Phasenabschnitte beobachtet werden; jeweils zeitlich und auch symptomatisch abgrenzbar: In einem ersten Teil eine konfliktaktive Phase sowie, falls es zu einer Lösung der Situation kommt, in einem zweiten Teil eine konfliktgelöste Phase. Der Verlauf eines Sonderprogramms mit seinen zwei Phasenabschnitten kann nun sehr wohl, aufgrund der unveränderten Lebenssituationen, wiederholt mit Aktivierung und Lösung und neuerlichen Aktivierung und wieder Lösung und weiterer Aktivierung usw. stattfinden. Je nach der jeweiligen Zeitdauer von wechselnder konfliktaktiver und konfliktgelöster Phase erfolgt dann auch der jeweilige Gewebszellumbau und ergibt ein entsprechendes Zustandsbild des betreffenden Organbereichs.

Das Ziel eines Sonderprogramms im ersten Phasenabschnitt ist stets, biologisch mit Hilfe der ablaufenden Veränderungen die neuen und besonderen Lebensumstände zu überwinden oder sich daran anzupassen. Bereits das Verstehen des Systems, “was genau geht nun gerade vor sich”, kann zu einem eigenen leichteren und entspannteren Umgang mit manch heftiger Körperreaktion führen und Folgeaktivierungen vermeiden.


Aus der physiologischen Funktion von einem Gewebebereich eines Organs ergibt sich nun das jeweilige konkrete, konfliktiv empfundene Thema.

Bei dem Gewebe des NeuMesoderms, welches nun bei Parodontitis beteiligt ist, geht es konfliktthematisch zu einem Nicht-mehr-genügend-leistungsfähig-zu-sein mit dieser konkreten Körperstelle; auch als Selbstwertthematik bezeichnet. Das Gewebe des Neumesoderms bildet als Knochen, Knorpel Sehnen, quergestreifte Muskulatur, Bindegewebe, Blut- und Lymphgefäße den Stütz-, Halte- und Bewegeapparat aus und stützt, hält und bewegt den gesamten Organismus. Hierbei kommt es laufend zu Erneuerung und Abbau der Zellstruktur.
Wenn es nun zur Aktivierung des Sonderprogramms kommt, dann stoppt dieser Umbauprozess. Das Gewebe wird nicht mehr versorgt und baut sich langsam ab. Erst nach Lösung der Situation kommt es zum Reparaturprozess mit Schwellung, Entzündung und Beginn des Wiederaufbaus des Gewebes.

Wenn nun eine konfliktaktive Phase von zeitlich längerer Dauer besteht, dann bildet sich dadurch das Zahnfleisch zurück und der Zahnhals wird sichtbar. Entzündungsreaktionen können nun die Folge von konfliktgelösten Phasen sein, wenn mensch rezidiviert.
Entzündungsreaktion aber auch als Reaktion auf Nahrungsreste, welche in neugebildete Öffnungen und Löcher gelangen und auch verbleiben können, wo sie unter normalen Umständen nicht hingelangen würden.

Die Empfindlichkeit auf Süßes tritt in der aktiven Phase des Zahnschmelzes auf. In anderen Fällen kann sich eine solche aktive Phase auch beim Genuß von sehr kalten Speisen oder Getränken bemerkbar machen. Konfliktthematisch etwas (Nahrung) oder jemanden nicht beißen zu DÜRFEN; im Gegensatz zum Konfliktthema des Zahnknochens, des Dentins zu etwas oder jemanden nicht beißen zu KÖNNEN.
Die Empfindungen und die eigenen Verbote zu sich selbst in Bezug auf bestimmte Nahrungen können Zahngeschichten am Laufen halten; müssen aber nicht. Auch das ist jeweils individuell abzuklären.

Vom Zahnarzt Dott. Gianelli, ehem. langj. Mitglied im wissenschaftlichen Komitee des ital. Studienverbandes A.L.B.A., kam im Zusammenhang mit den Symptomen und Reaktionen im Bereich des Zahngebisses der Hinweis, dass gerade durch die mehrmalige tägliche Nahrungsaufnahme, lokalbedingte Konflikte fast unvermeidlich sind. Es sei schwierig, wenn man beim Kauprozess Schmerzen empfindet, hier Folgeaktivierungen aufgrund des momentan verspürbaren Schmerzes hintanzuhalten; es ist schwierig aber nicht unmöglich.

Eine Beschreibung zum Zahn mit Darstellung der Zahnstruktur ist auch hier zu finden beim Thema "Karies":
http://www.krankheit-ist-etwas-anderes.com/index.php/antwort-suchen/karies/

Wir sind nun imstande, jene Zustände, welche wir früher als Krankheiten bezeichnet haben, mit anderen Augen betrachten zu dürfen. Oft genug war dies verbunden mit Angst und Schrecken. Wir können nun beginnen unseren eigenen Körper neu zu betrachten und zu lieben. Seine Reaktionen, auch wenn sie noch so plötzlich auftreten, beginnen ihre Schrecken zu verlieren.

Mit der Kenntnis und dem Verständnis für die Vorgänge im eigenen Organismus wächst auch das Verstehen lernen der jeweiligen individuellen Lebenswelt von anderen Mitmenschen.
Möge dabei mit Achtung und Respekt diesen jeweils sehr persönlichen Lebensgeschichten begegnet werden, so wie der eigenen Lebenssituation durch andere begegnet werden möge.


Quellen: Seminare von Nicolas Barro.

Claudio Trupiano "Danke Doktor Hamer".

Zur Einführung: Simona Cella, Marco Pfister, „Krankheit ist etwas anderes“, Einführungsbüchlein zu den fünf biologischen Naturgesetze des ital. Studienverbandes A.L.B.A. (heute: Ass. Saluta Aktiva Onlus)


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